Halsausschnitt mit innenliegendem Versäuberungsstreifen

Eine hübsche Art der Ausschnittversäuberung ist das Annähen eines nur innen sichtbaren Versäuberungsstreifens. Diese Lösung eignet sich gut, wenn Du kein passendes Bündchen hast oder ein weniger sportliches und möglichst schlichtes Aussehen erzielen möchtest, ein Beleg aber unpraktisch ist (z.B. auch bei Schnitten mit Raglanärmeln).

 

Hier zeige ich Dir am Beispiel des Jerseykleids LISA, wie es funktioniert.

 

Beim Zuschnitt beachte bitte Folgendes:

  • Schneide den Halsausschnitt mit einer Nahtzugabe von 0,7 cm zu.
  • Außerdem brauchst Du einen 3cm breiten Jerseystreifen. Die passende Länge ergibt sich aus der Länge des Halsausschnitts x ca. 0,9. Je nach Elastizität des Stoffs kann dieser Wert aber auch etwas variieren. Du kannst einen Kontraststoff verwenden oder Ton in Ton zuschneiden.

1.)

Schließe diesen Jerseystreifen mit einer elastischen Naht (Zickzackstich) an den kurzen Enden rechts auf rechts zum Ring.

 

2.)

Den Ring steckst Du nun rechts auf rechts an den Halsausschnitt. Die (auseinander gebügelte) Naht liegt über der Hinteren Mitte.


3.)

Anschließend stecke und nähe den Jersey-Ring rundherum füßchenbreit fest - er wird dabei gleichmäßig und leicht gedehnt, der Stoff des Kleids aber nicht. Verwende zum Nähen einen flach eingestellten Zickzackstich.

 

4.)

Jetzt schlägst Du den Stoff des Einfassstreifens nach innen ein, bis er an der Naht bzw. kurz davor anstößt.


5.)

Dann wird der Einfasstreifen noch einmal eingeschlagen - dabei wird auch die Nahtzugabe nach innen geklappt.

 

6.)

Gehe so rund um den Halsausschnitt vor und stecke den Streifen gut fest.


7.)

Nähe zuletzt den Streifen fest, wieder mit einem flach eingestellten Zickzackstich - bei weiteren Ausschnitten (z.B. bei Damenshirts), die beim An- und Ausziehen nicht gedehnt werden, kannst Du auch den Geradstich verwenden.

8.)

Auch die Armabschlüsse kannst Du auf dieser Art versäubern.


 

Diese Art der Versäuberung kannst Du auch bei Kleidungsstücken aus Webstoff anwenden - der Versäuberungsstreifen wird dabei aber im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und beim Annähen nicht oder nur ganz minimal gedehnt.  So kannst Du beispielsweise auch Rock- oder Kleidersäume verarbeiten.