Upcycling: ROBIN HOODIE als Walkjacke

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Hin und wieder bekomme ich von Verwandten und Freunden nicht mehr getragene, aussortierte Kleidungsstücke geschenkt, mit der Frage, ob ich daraus nicht noch etwas nähen könnte.

Meistens mach ich das auch sehr gerne - auch wenn die Sachen, ich gebe es zu, teilweise sehr gut ablagern, bis ich daraus etwas nähe - aber es zahlt sich eben aus, auf das richtige Projekt zu warten!

 


 

So war das auch mit zwei Walkjacken im Trachtenlook, die ich letztes Jahr zu etwas ganz anderem wiederverwertet habe. Genäht habe ich eine Walkjacke für meinen Sohn. Als Grundlage habe ich mein Schnittmuster Robin Hoodie benutzt. 

Hier findest Du eine Anleitung, wie Du das Schnittmuster für den Robin-Pullover zur Jacke mit Reißverschluss abwandeln kannst.

 

Bei der Walkjacke bin ich sehr ähnlich vorgegangen, hier ein paar kurze Notizen (soweit ich mich nach einem Jahr noch erinnern kann):

 

--> Damit die Jacke auch über Pullovern etc. getragen werden kann, sollte unbedingt Weite zugegeben werden (Du kannst auch überlegen, die Jacke etwas zu verlängern). Ich war dabei letztes Jahr sehr großzügig - das hat dazu geführt, dass die Jacke meinem Sohn viel zu weit und zu groß war! Jetzt, ein Jahr später, passt sie aber perfekt.

Kurz gesagt: Schneide in der Weite 2-3 Größen weiter zu (je dicker der Stoff und je nachdem, ob die Jacke gefüttert werden soll, desto mehr Weite brauchst Du; Ideal ist es, wenn Du Robin Hoodie schon als Pullover genäht hast und weißt, wie eng oder weit der Schnitt an Deinem Kind sitzt.)


--> Die Jacke für meinen Sohn habe ich mit Jerseyresten  (bzw. Futterstoff bei den Ärmeln) gefüttert.
Dafür habe ich die Schnittteile noch einmal aus den dünneren Futterstoffen zugeschnitten. An den Ärmeln habe ich beim Außenstoff eine Saumzugabe zugeschnitten, bei den Futterärmeln nicht.

Außen- und Innenjacke werden jeweils einzeln genäht und dann rechts auf rechts miteinander verstürzt; der Reißverschluss wird dabei zwischengefasst. Ich nähe Außen- und Innenjacke entlang der Vorderkanten, der Kapuze und an den Unterkanten in einer langen Naht zusammen. Dann stülpe ich die Futterjacke nach innen. An den Ärmeln klappe ich die Saumzugabe des Außenstoffs nach innen und nähe sie am Futter fest. Zum Schluss können die Vorderkanten neben dem Reißverschluss sowie der Kapuzenrand und die Säume noch durch alle Lagen abgesteppt werden.

 


 

Mir ist klar, dass es viele ganz tolle und ausgeklügelte Schnittmuster für (Walk-)Jacken und Wintermäntel gibt, die zu nähen sich sicher auch lohnt. Trotzdem mag ich es, ein Schnittmuster, das ich bereits habe, abzuwandeln und weiterzudenken und einfach mit dem zu arbeiten, was bereits da ist - wenn sich das dann noch mit Stoff-Upcycling verbinden lässt, find ich das besonders fein....

 

In diesem Sinne: Frohes Experimentieren! :-)

 

 

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